Joel erfäht, dass
Clementine, mit der er eine zweijährige Beziehung geführt hat, ihn aus ihrem Gedächtnis hat löschen lassen. Er entscheidet sich dazu, das selbe Verfahren anzuwenden. Während des Löschvorganges erlebt Joel noch einmal alle Momente mit Clementine in chronologisch umgekehrter Reihenfolge und ihm wird klar, dass er einen Fehler begangen hat. Von nun an sträubt sich Joel gegen den Löschvorgang und ein sureales Abschiedsdrama nimmt seinen Lauf.
Charlie Kaufman, der bereits das Drehbuch zu „Being John Malkovich“ geschrieben hat, versetzt den Zuschauer auch in „Vergiss mein nicht!“ in den Kopf des Protagonisten, was zu einer abgedrehten Story mit innovativer Plotstruktur führt, wobei seine philosophische Ader durchblitzt. Michael Gondry, der in den 90ern durch innovative Videoclips bekannt geworden ist, schafft es eindrucksvolle Bilder in der Gedankenwelt Joels zu kreieren. So fallen beispielsweise Autos vom Himmel oder der Raum um Joel und Clementine löst sich auf, während sie vor der Löschung flüchten. Jim Carrey, der vor allem schrille Typen in überzogenen Komödeien bekannt geworden ist, zeigt in diesem Film, das er auch als Charakterschauspieler überzeugen kann. Er spielt den introvertierten, verklemmten Joel genauso überzeugend, wie Kate Winslet die extrovertierte durchgeknallte Clementine, die auch gar nicht in die Reihe ihrer bisherigen Rollen zu passen scheint. Kaufman kreiert mid den beiden Protagonisten Antihelden, die schwermütig und mehrdimensional sind und nicht in das Klischee des Liebesfilmes zu passen scheinen. So bezeichnet sich Clementine selbst als kaputtes Mädchen, das ihren eigenen Seelenfrieden sucht. Doch gerade der Bruch mit Konventionen macht diesen Film neben der innovativen Story und den eindrucksvollen Bildern aus. So wird das Genre des Liebesfilmes mit dem Utopie-Film, der Komödie und dem Drama gemischt. Und es funktioniert. Lediglich Kirsten Dunst in ihrer Rolle der naiven Mary, die sich in ihren älteren und erfolgreichen Chef verliebt, wirkt sehr klischeehaft, auch wenn sie für den Plot der Geschichte von großer Bedeutung ist.
Und hier der Trailer:
Schlagworte: Charlie Kaufman, Film, Jim Carrey, Kate Winslet, Kirsten Dunst, Michel Gondry, Movie, Vergiss mein nicht